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Vorhänge in der Küche: 10 Ideen für Fenster, Nische und Unterschrank

Ein Vorhang in der Küche hat eine andere Aufgabe als einer im Wohnzimmer. Er soll Sicht nehmen, ohne Licht zu nehmen, und er darf der Arbeitsfläche nicht im Weg sein. Bodenlange Bahnen aus schwerem Stoff erfüllen davon nichts.

Dazu kommt ein Umstand, den man erst merkt, wenn man ihn einmal erlebt hat: In der Küche fängt Stoff Fett und Gerüche auf. Was am Fenster hängt, muss also abnehmbar und waschbar sein, und zwar ohne Werkzeug.

Die folgenden 10 Ideen gehen von diesen beiden Bedingungen aus. Die meisten betreffen das Fenster, zwei zeigen, dass ein Vorhang in der Küche auch ganz woanders sinnvoll ist. Am Ende stehen Material, Montage und Pflege.

Welcher Typ an welches Fenster gehört

Das Rollo sitzt in der Laibung und lässt die Fensterbank frei

Flaches Rollo in der Laibung montiert, die Fensterbank bleibt frei

Wenn unter dem Fenster gearbeitet wird oder die Bank als Abstellfläche dient, ist das flach in die Laibung gesetzte Rollo die sauberste Lösung. Es liegt direkt am Glas, nimmt vor dem Fenster keinen Platz weg und lässt sich auf jede Höhe ziehen. Die Fensterbank bleibt vollständig nutzbar, was bei einem Stoffvorhang nie der Fall ist.

Das Plissee lässt sich von zwei Seiten bewegen

Plissee in schmalen Schienen, unten geschlossen und oben offen

Ein Plissee läuft in zwei schmalen Schienen und kann von oben wie von unten verschoben werden. Damit lässt sich genau der Teil des Fensters abdecken, der stört, und der Rest bleibt offen. In Erdgeschosswohnungen ist das die praktischste Lösung überhaupt: unten zu, oben offen, volles Licht und trotzdem keine Einsicht.

Neben dem Herd gehört kein Stoff ans Fenster

Abwischbare Aluminiumjalousie am Fenster neben dem Kochfeld

Liegt das Kochfeld nah am Fenster, ist Stoff die falsche Wahl. Fett setzt sich fest, Gerüche bleiben, und in der Nähe offener Flammen kommt ein Sicherheitsargument dazu. Eine Jalousie aus Aluminium mit schmalen Lamellen lässt sich abwischen und verträgt die Wärme. Sie sieht nüchterner aus als Stoff, hält aber an dieser Stelle als einzige durch.

Wenn es doch Stoff sein soll

Dünner Stoff nimmt Sicht, aber kein Licht

Dünner weißer Baumwollvorhang, der das Tageslicht durchlässt

Ein leichter Baumwoll- oder Leinenstoff filtert den Blick von außen und lässt das Tageslicht fast vollständig durch. Man erkennt die Fensterteilung noch durch den Stoff, und genau das ist das Kennzeichen des richtigen Gewichts. Alles, was schwerer ist, macht die Küche am Vormittag dunkel und wird abends trotzdem zugezogen.

Abnehmbar in Sekunden, sonst wird er nicht gewaschen

Leichter Vorhang, der sich in Sekunden abnehmen und waschen lässt

Der wichtigste Punkt bei Küchenvorhängen ist banal: Wenn das Abnehmen umständlich ist, wird es nicht gemacht, und nach einem Jahr hängt dort ein Stoff, der nicht mehr weiß ist. Einfache Klammern oder Ringe an einer schlanken Stange lösen das Problem, weil der Vorhang in wenigen Sekunden in der Maschine landet.

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In der kleinen Küche liegt die Stange neben dem Fenster

Kleine Küche mit breiter montierter Stange, der Vorhang liegt auf der Wand

Wird die Stange deutlich breiter als das Fenster montiert, hängt der zurückgezogene Vorhang auf der Wand statt auf dem Glas. Das Fenster bleibt vollständig offen, und in einer kleinen Küche ist jeder Zentimeter Tageslicht spürbar. Der Stoff rahmt dann nur noch, statt zu verdecken. Mehr zu dieser Logik steht im Beitrag zur kleinen Küche.

Farbe und Wiederholung

Die Farbe kommt von der Wand, nicht von der Front

Vorhang in demselben Grünton wie die Küchenwand

Nimmt der Vorhang den Ton der Wand auf, liest sich die Fensterseite als eine Fläche und der Raum wirkt ruhiger. Nimmt er dagegen den Ton der Küchenfronten auf, konkurrieren zwei Elemente, die ohnehin die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Welche Wandfarben sich in der Küche eignen, steht im Beitrag zur Wandfarbe in der Küche.

Zwei Fenster, zweimal genau dasselbe

Zwei Küchenfenster mit identischem Vorhang auf gleicher Höhe

Bei zwei Fenstern an einer Wand ist die Versuchung groß, zu variieren. Das Gegenteil funktioniert: gleicher Stoff, gleiche Stange, gleiche Höhe, gleiche Seite zum Zurückziehen. Die Wiederholung lässt die Wand als eine durchgehende Fläche lesen, und der Raum wirkt breiter als er ist.

Der Vorhang muss nicht ans Fenster

Ein Vorhang statt einer Unterschranktür

Kurzer Leinenvorhang unter der Arbeitsplatte statt einer Schranktür

Wo eine Tür fehlt, kaputt ist oder im Weg steht, ist ein kurzer Vorhang an einer dünnen Stange unter der Arbeitsplatte die schnellste Lösung. Er kostet wenig, braucht keine Scharniere und keine Bohrung im Korpus, und in der Mietwohnung lässt er sich rückstandslos entfernen. Nebenbei schlägt er nicht auf, wenn man davorsteht.

Vor der Vorratsnische statt einer Tür

Vorhang an einer Schiene vor einer Vorratsnische mit Regalböden

Eine Nische mit Regalböden braucht selten eine richtige Tür. Ein Vorhang an einer einfachen Schiene deckt sie ab, kostet einen Bruchteil und nimmt beim Öffnen keinen Platz weg. Zurückgebunden bleibt der Vorrat sichtbar und erreichbar, zugezogen verschwindet er. Wie man eine solche Nische sinnvoll bestückt, steht im Beitrag zur Speisekammer.

Material, Montage und Pflege

Material: Baumwolle und Leinen in leichter Qualität, waschbar bei mindestens 40 Grad. Schwere Dekostoffe, Samt und alles mit Futter gehören nicht in die Küche. Länge: Am Fenster endet der Vorhang an der Fensterbank, nicht darunter und schon gar nicht am Boden, sonst liegt er auf der Arbeitsfläche oder auf der Heizung. Montage: Stange über dem Rahmen und links und rechts überstehend, wenn das Fenster frei bleiben soll; Rollo und Plissee dagegen in die Laibung, wenn die Bank nutzbar bleiben muss. Befestigung: Klammern oder Ringe statt eingenähter Tunnel, weil nur dann schnell abgenommen wird. Pflege: Zweimal im Jahr waschen, und zwar bevor man es sieht. Fett zieht langsam ein und lässt sich später nicht mehr vollständig herauswaschen.

Häufige Fragen

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Welche Vorhänge eignen sich für die Küche?

Leichte, waschbare Stoffe aus Baumwolle oder Leinen, oder gleich ein Rollo, Plissee oder eine Jalousie. Entscheidend ist weniger die Optik als die Frage, ob sich der Vorhang ohne Werkzeug abnehmen und bei mindestens 40 Grad waschen lässt.

Wie lang sollte ein Küchenvorhang sein?

Bis zur Fensterbank. Alles, was darüber hinausgeht, landet früher oder später auf der Arbeitsplatte, der Heizung oder im Weg. Bodenlange Vorhänge funktionieren in der Küche nur an einem Fenster, unter dem weder Arbeitsfläche noch Heizkörper sitzt.

Was macht man am Fenster neben dem Herd?

Dort gehört kein Stoff hin. Fett setzt sich fest, Gerüche bleiben, und in der Nähe des Kochfelds kommt ein Sicherheitsaspekt dazu. Eine abwischbare Jalousie oder ein beschichtetes Rollo ist an dieser Stelle die einzige dauerhaft sinnvolle Lösung.

Rollo oder Vorhang, was ist besser?

Das hängt davon ab, was unter dem Fenster passiert. Wird die Fensterbank genutzt oder steht dort die Arbeitsfläche, ist ein Rollo oder Plissee in der Laibung besser, weil es keinen Platz vor dem Fenster braucht. Ist die Bank frei, ist ein leichter Vorhang die wohnlichere Wahl.

Wie oft muss man Küchenvorhänge waschen?

Etwa zweimal im Jahr, auch wenn sie noch sauber aussehen. Fett aus der Luft setzt sich gleichmäßig ab und wird erst sichtbar, wenn es sich schon eingezogen hat. Ab diesem Punkt geht es beim Waschen kaum noch vollständig heraus.

Ein Vorhang ist in der Küche die Textilie mit der größten Wirkung und dem kleinsten Aufwand. Er verändert das Licht, nimmt dem Raum die Härte und lässt sich an einem Nachmittag wechseln, wenn er nicht mehr gefällt.

Nur die Auswahl folgt hier anderen Regeln als im Rest der Wohnung: leicht statt schwer, kurz statt lang, abnehmbar statt dekorativ befestigt. Wer danach auswählt, hat einen Vorhang, der auch nach zwei Jahren noch gut aussieht.

Welche Textilien sonst in der Küche funktionieren, steht im Beitrag zur Küchendeko.

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